MyJourney: Warum ein spontanes KI-Tool plötzlich ganz LinkedIn beschäftigt
Letzte Woche passierte auf LinkedIn etwas, das man so nicht planen kann: Ein kleines KI-Experiment verwandelte sich in einen Social-Trend, der Feeds flutete, Diskussionen auslöste und viele von uns zum Mitmachen animierte – inklusive uns inspiranten.
Der Auslöser: MyJourney, ein Tool des KI-Creators Jens Polomski (snipKI).
Was als spontane Spielerei begann, entwickelte sich zu einem viralen Hit, der zeigt, wie schnell sich Ideen in der Marketing- und Kommunikationswelt verbreiten können, wenn sie den richtigen Nerv treffen.
Wie alles begann – und warum es so gut funktionierte
Die Grundidee war simpel:
Wie würde eine KI meinen beruflichen Werdegang in einem visuellen Stil darstellen?
Diese Frage animierte unzählige Menschen dazu, ihren eigenen Karriereweg als Grafik zu teilen. Was danach geschah, konnte man in Echtzeit im LinkedIn-Feed beobachten:
- zahlreiche Postings quer durch Marketing, HR, Produkt & Kommunikation
- bunt, verspielt, teils überraschend treffend
- klare Muster: Stolz, Humor, Neugier und ein bisschen „Casual-Friday-Prokrastination“
- ein starkes Gemeinschaftsgefühl (»Ich probier’s auch mal aus!«)
Mein eigener Post, ebenso viele aus unserem Netzwerk, wurden Teil dieser Welle. Der Feed bestand teilweise fast nur noch aus diesen KI-Journey-Bildern.
Zwischen Inspiration und Debatte: Ein Trend, der Meinungen weckt
So leichtfüßig der Trend war, so vielfältig waren die Reaktionen:
- „Endlich mal eine kreative Abwechslung!“
- „So sieht also die Zukunft von CVs aus?“
- „Schicker Spaß, aber brauchen wir das wirklich?“
- „Schon wieder KI …“
Und genau das macht ihn spannend:
MyJourney zeigte, wie Inspiration, Identifikation und Social Sharing zusammenwirken und gleichzeitig ernsthafte Fragen nach Sinn, Nutzen und Ressourcenverbrauch aufwerfen.
Was wir inspiranten aus dem Trend mitnehmen
- Virale Impulse entstehen aus Einfachheit
Ein Tool, ein Klick, ein persönliches Ergebnis — niedrige Hürden, hoher Effekt.
- Menschen lieben visuelle Selbstinszenierung
Profile, Avatare, Timelines: Sobald wir uns selbst sehen, steigt die Bereitschaft zu teilen.
- Social Trends sind wertvolle Seismografen
Sie zeigen, was Menschen spontan anspricht: Verspieltheit, Identität, leichte Inspiration.
- Verantwortung gehört dazu
Jens Polomski selbst wies auf die ökologischen Implikationen hin — und will den Ressourcenverbrauch kompensieren. Ein Punkt, der in Zukunft in der Kommunikation über KI-Tools stärker mitgedacht werden sollte.
Unser Fazit: Kleine Ideen können große Wellen schlagen
MyJourney ist ein schönes Beispiel dafür, wie schnell sich Content verbreitet, wenn er Emotion, Einfachheit und ein wenig Überraschung kombiniert.
Für Marketing- und Kommunikationsprofis ist der Trend ein Reminder:
👉 Inspiration kann leicht beginnen und trotzdem Wirkung entfalten.
Und manchmal ist es genau das, was ein Social Feed braucht:
Ein gemeinsamer Moment der Kreativität, der zeigt, wie gerne wir uns selbst neu erzählen.
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